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Ehrung für Europameister Marco Koch

Deutscher Spitzenschwimmer trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Michelstadt ein.

Südhessen und der Odenwald waren in der Vergangenheit nicht unbedingt dafür bekannt, die Herkunftsregion von vielen deutschen wie auch international erfolgreichen Spitzensportlern zu sein. Doch spätestens mit Namen wie Timo Boll und Sebastian Vettel hat sich das geändert und nun gesellt sich auch Europameister Marco Koch zu diesem illustren Kreis. Der frischgebackene Europameister bei der Schwimmeuropameisterschaft 2014 in Berlin in der Disziplin „200-m-Brustschwimmen“, Halter des deutschen Rekords und seit kurzem auch hessischer Sportler des Jahres hat familiäre Wurzeln in Vielbrunn. Auf Vorschlag des Ortsbeirates hat die Stadt Michelstadt sehr gerne und wohl auch mit ein wenig Stolz eine Einladung an den Sportler ausgesprochen, um ihn mit seinem Eintrag in das Goldene Buch zu ehren. Im Rahmen einer Feierstunde im „Dietrich-Bonhoeffer-Haus“ in Vielbrunn begrüßte Bürgermeister Stephan Kelbert neben einigen Mandatsträgern auch Verwandte, Freunde und Wegbegleiter von Marco Koch. Einen kurzen Abriss der errungenen Titel und erhaltenen Auszeichnungen des Athleten gab Ortsvorsteher Reinhold Koch, eine komplette Aufzählung aller Pokale hatte er sich dabei erspart, sie hätte ganz einfach den zeitlichen Rahmen gesprengt. Er schloss den offiziellen Teil des Abends, nicht ohne vorher von Marco Koch das Versprechen einzufordern, sich hin und wieder einmal in Vielbrunn sehen zu lassen.

Das Foto zeigt v.l. Bürgermeister Stephan Kelbert, Marco Koch und Ortsvorsteher Reinhold Koch.

Das Foto zeigt v.l. Bürgermeister Stephan Kelbert, Marco Koch und Ortsvorsteher Reinhold Koch.

Neuer Standort für altes Denkmal

Kurz nach Ende des 1. Weltkrieges war es ein Bedürfnis der Bewohner des Vielbrunner Weilers Bremhof, ihren gefallenen Söhnen ein Mahnmal zu errichten. Dies sollte alle Bremhöfer an die Schrecken des Krieges und die aus ihrer Mitte gerissenen Einwohner erinnern. Viele Jahre stand dieses Denkmal in der Nähe der Anwesen Rummel / Stier und fristete besonders seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Schattendasein. Die Anlage verkam mehr und mehr. Dies bewog schließlich in den 90er Jahren die Stadtverwaltung Michelstadt eine Versetzung des Mahnmals und Planierung des alten Standorts ins Auge zu fassen. Der städtische Bauhof wurde beauftragt und der Gedenkstein fand einen neuen Platz in einer Ecke des Vielbrunner Friedhofes. Dort erfuhr er jedoch das gleiche Schicksal, wie zuvor auf dem Bremhof. Er wurde vergessen und verschwand unter Büschen und Bäume derart, dass den meisten Vielbrunner Bürgerinnen und Bürgern die Existenz dieses einmaligen Zeitdokumentes gar nicht mehr bewusst war.
Im Jahr 2012 beauftragte der Vielbrunner Ortsbeirat den örtlichen Familienforscher Holger Weber mit der Erstellung einer Liste erhaltenswerter Grabdenkmäler des kommunalen Friedhofs in Vielbrunn. Weber stieß dabei auf das Mahnmal und schlug dem Ortsbeirat vor, einen würdigeren Platz für dieses zu finden. Ortsvorsteher Reinhold Koch unterstütze diese Idee sofort und so wurde die Südseite der alten Aussegnungshalle zum neuen Aufstellungsort bestimmt. Holger Weber erklärte sich bereit, die Umsetzung des Mahnmals in die Wege zu leiten. Dadurch konnte diese für die Stadt Michelstadt kostenneutral gestaltet werden. Mit den Vielbrunner Bürgern Daniel Talmon und Philipp Haas fand Weber zwei Mitstreiter, die ihr handwerkliches Können und ihren Maschinenpark einbrachten. Zunächst wurde der Sockel des Mahnmals ausgegraben, der Beton entfernt und ein neues Fundament vorbereitet. Danach wurde der Stein per Radlader an seinen neuen Platz gebracht und befestigt. Ein besonderes Kleinod der Vielbrunner Geschichte bekam so einen würdigen Standort. Ortsvorsteher Reinhold Koch dankte den drei Beteiligten im Namen aller Vielbrunner Bürgerinnen und Bürger für Ihren Einsatz herzlich.

Das Mahnmal an seinem originalen Standort (um 1920), eingewachsen hinter den Hecken und an seinem jetzigen Standort auf dem Vielbrunner Friedhof. (Repro & Fotos H. Weber)

Das Mahnmal an seinem originalen Standort (um 1920), eingewachsen hinter den Hecken und an seinem jetzigen Standort auf dem Vielbrunner Friedhof. (Repro & Fotos H. Weber)

Geopunkte in Vielbrunn

Geopunkte

Auf Antrag des Ortsbeirates hat der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald zwei weitere kulturhistorisch bedeutsame Stätten im Michelstädter Stadtteil Vielbrunn als Geopunkte ausgewiesen und jeweils mit einer Informationstafel bestückt. Neben den schon vorhandenen Geopunkten Historisches Wasserwerk und Kastell Hainhaus wurden jetzt die evangelische Laurentiuskirche und der Fünf-Röhren-Brunnen in der Ortsmitte in die Liste des Geo-Naturparks aufgenommen. Diese Geopunkte präsentieren allgemeinverständlich landschaftliche, erdgeschichtliche und kulturhistorische Besonderheiten in den Kommunen des Geo-Naturpark-Gebiets mit Informationstafeln. Die aufgestellten Tafeln weisen auf die kulturhistorische Bedeutung beider Anlagen hin und beschreiben ihre Geschichte. Der Fünf-Röhren-Brunnen, der früher auch „Mitteldorfbrunnen“ genannt wurde, war mit hoher Wahrscheinlichkeit die erste Wasserstelle bei der Besiedlung des Ortes vor über 1000 Jahren und gleichzeitig als der „gefüllte Brunnen“ in den unterschiedlichsten Schreibweisen der Namensgeber des Dorfes. Der älteste Teil der evangelische Kirche, die dem Heiligen Laurentius geweiht ist, der Westturm, wurde im Jahr 1495 erbaut. Es ist eine der am besten erhaltenen Wehrkirchen im Odenwald, die nicht nur der Ausübung der Gottesdienste der Gläubigen sondern auch dem Schutz der Bürger diente. Im Innern der Kirche sind sehr schöne Wandmalereien und in dem spätgotischen Kreuzgewölbe Deckenfresken erhalten, die die vier Evangelisten als Symbole darstellen. Der Ortsbeirat hofft, mit diesen Informationstafeln an den beiden für den Ort historisch bedeutsamen Stätten, das Interesse der Bürger und Gäste an der Geschichte des Dorfes zu wecken, zumal Vielbrunn im kommenden Jahr den 1000. Jahrestag seiner ersturkundlichen Erwähnung feiert.

Löwenköpfe zieren Fünf-Röhren-Brunnen

Löwenköpfe

Am Fünf-Röhren-Brunnen lief bisher nur auf der Westseite das Wasser aus einem Löwenkopf in den Brunnentrog. Jetzt laufen alle fünf Röhren aus dem Maul eines Löwen. Die Idee, alle Röhren des Brunnens mit Löwenköpfen zu verzieren, konnte verwirklicht werden, nachdem Adam Wamßer sich um die Herstellung der Köpfe gekümmert und das erforderliche Material gespendet hat.

Vielbrunn mit eigenem Webauftritt

Der Michelstädter Stadtteil Vielbrunn hat aus Anlass des Jubiläums der ersturkundlichen Erwähnung im Jahr 1012 für die anstehenden Feierlichkeiten ein eigene Webseite erstellt. Da die Seite der Stadt Michelstadt aufgrund der Menge an Informationen, die dort zu präsentieren sind, unübersichtlich wird, hat sich der Ortsbeirat entschlossen, die gelungene Jubiläumshomepage als dauerhaften Internetauftritt für Vielbrunn umzugestalten. Dieser eigenständige Internetauftritt ist keinesfalls als separatistischer Akt zu verstehen, sondern erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadt Michelstadt und dient ausschließlich der besseren Übersichtlichkeit der Präsentation des Stadtteils Vielbrunn.

Ich hoffe, Sie haben Spaß mit unserer Homepage und finden die Informationen, die Sie suchen.

Herzlich willkommen im virtuellen Vielbrunn

Reinhold Koch
Ortsvorsteher

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